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Fokus 2018/19

Wie wird Diversität in der Lehre gelebt und erlebt? Diese Frage steht im Mittelpunkt der zwei Lehrpreise im Studienjahr 2018/19, die sich inhaltlich im Themen­kreis von Diversität, Heterogenität und der sozialen Dimension an der Universität bewegen.

„Lehre: Ausgezeichnet!“ und „Digitale Lehre: Ausgezeichnet!“ sollen solche Lehrveranstal­tungen ins Rampenlicht rücken, in denen z. B.

  • Studierende ein ideales Lern- und Arbeitsumfeld vorfinden, das ihre Heterogenität in geeigneter Weise berücksichtigt;
  • die vielfältigen Bedürfnisse der Studierenden im Lernprozess unterstützt werden;
  • Studierende gefördert werden, ihre sozialen Kompetenzen auszubauen und diversitätssensibel zu agieren;
  • das Thema Diversität/Heterogenität diskutiert und vertieft wird (z. B. anhand von Intersektionalität, Queer Studies, sozialer Dimension, Gender Studies, sozialer Ungleichheit, Stereotypen und Vorurteilen etc.).

Lehrveranstaltungen mit Blended Learning-Anteilen, Online-Lehrveranstaltungen oder solche, in denen Lehr-/Lerntechnologien (Lernplattformen, Open Education Resources, Lernvideos, Audience Response Systems etc.) innovativ eingesetzt werden, gehen um den digitalen Lehrpreis ins Rennen.



Was ist Diversität?

Diversität ist eine Beschreibung und bezieht sich auf Unterschiedlichkeiten zwischen Menschen. Gender, soziale Herkunft, Alter, körperliche Verfasstheit, Ethnie, Nationalität, Religion, Sprache, sexuelle Orientierung, Weltanschauung und Sorgepflichten werden in Forschung und Literatur als wesentliche Dimensionen von Diversität verstanden. Diese sichtbaren und unsichtbaren Merkmale von Verschiedenheit sind sozial konstruiert und werden je nach Situation mehr oder weniger bedeutsam gemacht.

→  Im Alltag reduziert die Kategorisierung von Menschen die Komplexität und macht uns handlungsfähig.

!!!   Aber problematisch daran ist, dass Kategorisierungen zu Vorstellungen über die Existenz homogener Gruppen führen, zur Idee von Gruppen von „Anderen“, die von „uns“ verschieden sind.



Heterogenität im Lehren & Lernen

Soziale Kategorien wie soziale Herkunft, Alter, Geschlecht, Ethnizität, körperliche Verfasstheit etc. können in Lehr-/Lernsetting unmittelbar wirksam sein, Lehren und Lernen aber auch indirekt beeinflussen. Sie stehen in Zusammenhang mit weiteren Facetten von Heterogenität unter den Studierenden und Lehrenden wie

  • Vorwissen,
  • (sprachliche, didaktische) Kompetenzen,
  • Berufstätigkeit,
  • Betreuungsverpflichtungen,
  • Lern- und Lehrstrategien,
  • Motivationen,
  • bevorzugte Lehr-/Lernformen etc.

Das Higher Education Awareness for Diversity (HEAD) Wheel (Deutsch, Englisch) von Martina Gaisch und Regina Aichinger (2017) bildet eine ganzheitliche Betrachtung von Diversität im Hochschulkontext grafisch ab.


Als diversitätssensible Lehrperson

  • ist man sich der vielfältigen Bedürfnisse der Studierenden in Bezug auf das Lehr-/Lern­setting bewusst;
  • nutzt man innovative Lehr-/Lerntechnologien, um der Heterogenität der Studierenden zu begegnen;
  • berücksichtigt man die individuellen Ausgangsbedingungen vonseiten der Studierenden: z. B. Vorwissen, Kompetenzen, Lernstrategien, verfügbare (Zeit-)Ressourcen, Motivationen;
  • reflektiert man eigene Annahmen, die man in Bezug auf Personengruppen hat;
  • achtet man in der Gestaltung des Lehr-/Lernkonzeptes sowie im Einsatz von Lehrmethoden darauf, allen Partizipation zu ermöglichen;
  • thematisiert man die Heterogenität der Studierenden und legt den eigenen Zugang dazu offen;
  • fördert man einen wertschätzenden Umgang miteinander sowie ein diversitätssensibles Lernklima;
  • gibt man Studierenden die Möglichkeit, ihre Bedürfnisse zu artikulieren;
  • vermeidet man es, jemanden vorschnell zu kategorisieren, auszugrenzen, unsichtbar zu machen oder zu diskriminieren.



Als diversitätssensible studierende Person

  • wird man im Zuge der Lehrveranstaltung angeregt, die Vielfalt an Zugangsweisen, Perspektiven und Kompetenzen unter den KommilitonInnen wahrzunehmen und zu reflektieren;
  • wird man darauf hingewiesen, die individuellen Ausgangsbedingungen vonseiten der KommilitonInnen zu beachten: z. B. verfügbare (Zeit-)Ressourcen, bevorzugte Lernformen; Motivationen;
  • achtet man beim Miteinanderarbeiten, Vorbereiten und Lernen auf Partizipationsmöglichkeiten für alle;
  • reflektiert man eigene Annahmen, die man in Bezug auf Personengruppen hat;
  • berücksichtigt man die Heterogenität der Lehrenden, z. B. methodisch-didaktische Kompetenzen, Selbstverständnis als Lehrperson, Motivationen;
  • beteiligt man sich am wertschätzenden Umgang miteinander sowie an der Herstellung eines diversitätssensiblen Klimas;
  • vermeidet man es, jemanden vorschnell zu kategorisieren, auszugrenzen, unsichtbar zu machen oder zu diskriminieren.

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